16. November 2017

Anwesend:

Ydzirazh Dzaccarezh - Meereself, Kleriker, Yjalchut

Usharion Voriis - Meereself/Drachenelf, Blitzmagus, Manos

NSCs:

Seareph - Glutelf, Vollstecker, Riskarchis

Verlauf:

Am Abend sehen sich Ydzirazh und Usharion noch das seltsame Büro des vorletzten Hausherren an, das sich unterm Dach des angebauten Gesindebereich befindet. Der Raum erstreckt sich beinahe vollständig über den Gesindebereich, ist aber eigentlich wegen der Dachabschrägung nur in der Mitte zu gebrauchen. Das Edle Holz ist thaumaturgisch verzaubert und scheint die Raum zu isolieren. Die reich verzierte Tür aus goldgelbem Holz ist ebenfalls magisch und öffnet sich auf leichten Druck hin, solange man den einfachen, rostigen Schlüssel zu dem Raum bei sich trägt. Die Schnitzereien der Tür ohne Schloss und Klinke bewegen sich wie eine kleine Mechanik-Verzauberung und geben daraufhin einen Spalt in der Mitte frei, woraufhin man die Tür aufdrücken kann. Der lange Raum dahinter hat rechts und links unter dem Schrägdach Schränke und Regale, die einst voll standen mit Büchern und Zeug. Alles ist inzwischen völlig antimagisch und deshalb langsam verfallen. Ebenso der lange Läuferteppich der zu einem wunderschönen Schreibtisch führt, der wie die Tür gearbeitet ist. Er ist unversehrt, genauso wie die Dokumente darin. Nichts allzu Wichtiges, bis auf den besagten Vertrag mit Madame Azifa, der sich tatsächlich da befindet. Er ist rechtsgültig und kann eigentlich nicht ohne weiteres aufgehoben werden, auch nicht nach dem Tod des Großvaters. Er wurde vom Mondzirkel in Alrandikias bestätigt. Usharions Großvater war dies wohl sehr wichtig gewesen. Es bleibt zu überlegen, ob Usharions Vater das Haus hier in Akur deshalb brach fallen ließ, weil er sich Madame Azifas nicht entledigen konnte, und wohl auch nicht mit ihr konnte. Was genau in dem Raum geschehen ist, bleibt unklar, aber es kann nur etwas wie ein hohes Magie bannen oder eine Tote Zone gewesen sein. Eventuell auch durch den Verfall eines hier gelagerten alten Artefakts verursacht.

Da das Haus noch nicht ordentlich geheizt werden kann, verbringen Ydzirazh und Usharion die Nacht in der Taverne. Usharion wird früh geweckt, weil der Halchiortempel einen Kunden geschickt hat, der Usharions Schreibdienste in Anspruch nehmen möchte. Es ist ein Sklavenmädchen, dass einige eigentlich nicht ausreichende Kupfer zusammen gekratzt hat und nach einem wirklich seriösen Schreiber gefragt hatte. Deshalb hat man sie wohl zum Manos-Mann geschickt. Sie fällt durch ihre asiatischen Gesichtszüge auf und ist etwa 17 Jahre alt. Da sie nicht selbst schreiben gelernt hat, muss sie einen Schreiber in Anspruch nehmen. Außerdem hat sie keine Ahnung davon, wie man einen Brief verschickt, und möchte, dass auch dies jemand anderes für sie übernimmt. Obwohl sie kein Erlaubnisschreiben von ihrem Besitzer bei sich hat, willigt Usharion ein. Überrascht stellt er fest, dass sie seinem Stiefbruder schreibt, dem unehelichen Sohn vom Mann von Usharions Mutter. Sie hat ihn vor zwei Jahren auf einem Schiff kennengelernt, das im Sturm sank. Sie arbeitete mit ihrer Mutter auf diesem Schiff in der Kombüse. Die meisten Überlebenden wurden aufgegriffen und gerieten in Sklavenschaft. So landete sie auf einem Piratenschiff, wo sie offensichtlich unter ärmlichen Bedingungen hart arbeiten muss. Man merkt, dass sie in Merindon verliebt war, es ihm aber damals schon aus Standesunterschied nie gesagt hätte. Allerdings erweckt die Geschichte den Eindruck, als wäre auch Usharions Stiefbruder Merindon ein wenig in sie verliebt gewesen. Sie weiß nicht, ob er den Sturm überstanden hat, schreibt ihm aber in der Hoffnung, dass er noch lebt und inzwischen nach Hause gekommen ist. Sie erwähnt nichts von ihrer Sklaven-Situation und auch nichts davon, wo sie sich aufhält. Sie will ihn offenbar nur wissen lassen, dass sie nicht gestorben ist. Usharion versichert ihr, sich um alles zu kümmern und nimmt ihre 9 Kupfer.

Kurzentschlossen gehen Usharion und Ydzirazh dann zum Schiff der Sklavin, um sie zu kaufen. Usharion kennt seinen Stiefbruder nicht, hat ihn aber einmal von Weitem gesehen und wie die Männer im Gardehaus mit ihm umgegangen sind. Er scheint ein rechtschaffener, netter, junger Mann zu sein. Deshalb will Usharion die Sache nicht auf sich beruhen lassen, und die Sklavin kaufen. An Bord des eher kleinen Schiffes spricht er mit der ersten Offizierin, einer Bergzwergin und der Steuerfrau, einer scheinbar gut gebildeten Manipa. Ydzirazh ist überrascht, dass sie flüssiges Meereselfisch spricht und sich zu benehmen weiß. Die Bergzwergin ist nicht abgeneigt, die kleine zu verkaufen, schon allein, um keinen Ärger mit den adligen Herrschaften zu bekommen oder gar dem Manostempel. Aber sie muss es mit dem Kapitän abklären. Sie verspricht, dass er noch heute zur Taverne kommt.

Zurück in der Taverne taucht beim Frühstück ein breiter Glutelf auf, dessen Kleidung definitiv der Tarnung dient. Er schaut sich nach Ydzirazh um und geht dann direkt auf ihn zu. Er fragt, warum er einfach verschwunden ist. Offenbar kennt er Ydzirazh noch aus der Zeit, die Ydzirazh vergessen hat. Ydzirazh hatte den Glutelfen mit dem Namen Seareph offensichtlich zu dem Seetroll-Außenposten bestellt, um sich dort mit ihm zu treffen. Sie jagen seit einiger Zeit gemeinsam einen meereselfischen Thaumaturgen, der laut Ydzirazh wohl für seinen Fall bei Mod verantwortlich war. Auch Seareph hat gute Gründe, den Thaumaturgen ausfindig zu machen, er jagt ihn schon seit Jahren, weil er an der Küste der Glühenden Ebenen für den Tod mehrerer Tausend Menschen und einer Militärflotte des Landes veantwortlich war. Dabei verlor Seareph viele Familienmitglieder und Freunde. Sie suchten auch den Bruder des Thaumaturgen, einen Hohepriester der Mod, doch der war schon tot. Er hatte wohl einen Disput mit einem Stadtherren und wurde von diesem getötet. Leider haben sie das Zeitfenster, in dem sie den Thaumaturgen hätten schnappen können, verpasst, und auch der Goldregen, den Ydzirazh hätte haben sollen, ist nicht mehr da. Der Thaumaturg hat sich nun einem neuen, unbekannten Haus angeschlossen. In Ermangelung einer anderen Möglichkeit, den Meereselfen je wieder ausfindig zu machen, schließt sich Seareph den beiden an. Er erwähnt auch, dass er Ydzirazh als Priester des Riskarchis kennengelernt hatte. Er wirkt dabei sehr glaubwürdig.

Gegen Mittag taucht der Kapitän des Piratenschiffes auf. Er ist ein Halbzwerg ebenfalls mit diesen asiatischen Gesichtszügen, die schon der Großteil der Crew und die Sklavin aufgewiesen hatten. Er erklärt sich sofort bereit, die Sklavin für einen nicht unangemessenen Preis von vier Gold zu verkaufen. Er hat die Papiere dabei und verspricht, sie heute Abend am Haus des Lords vorbeibringen zu lassen. Er will ganz offensichtlich auch keinen Ärger mit einem hohen meereselfischen Haus. Weil er einen guten Eindruck von den beiden hat, erwähnt er noch, dass er gern zur Verfügung steht, wenn einmal ein Schiff gebraucht wird.

Danach checken sie aus der Taverne aus und begeben sich mit Seareph zum Haus. Sie essen etwas und inspizieren dann die Schäden am Haus. Seareph kennt sich ein wenig mit grundlegenden Handwerksaufgaben eines Hofes aus und kann das Stalldach für den Winter reparieren, aber mehr traut er sich nicht zu. Vistema bietet an, einige Leute vorzustellen, von den sie etwas hält, die Arbeit suchen. Usharion willigt ein. Kurz nach dem Abendessen wird die Sklavin vorbeigebracht. Usharion lässt ihrem Begleiter ausrichten, dass er gern auf das Angebot des Kapitäns eingehen würde, und ihn deshalb gern morgen nocheinmal sprechen würde.

Enddatum:9. Hal 21K - 21:00 Uhr

EP: 6

You are not authorised to post comments.

Comments powered by CComment

Unsere Welten

Anmelden

gerade online

Aktuell sind 34 Gäste und keine Mitglieder online

Neueste Benutzer

  • NikitaTarsov
  • MikailStrogoff
  • Chebor
  • Ilardion
  • AmandaKrieger

Statistiken

Benutzer
7
Beiträge
94
Beitragsaufrufe
32491